Hitzeschlacht in Dunajska Streda:

 

Mit über 800km Anfahrtsweg war Bene nicht der Fahrer mit dem weitesten Anfahrtsweg zur zweiten Runde im Pitbike Eurocup. Der italienische Pitbike Supermoto Meister 2007, Profifahrer Alceste Pallotta vom Team WT-Motors, drehte 1200km auf den Zähler seines Sprinters um in Dunajska Streda, 80km südlich von Bratislava, im Eurocup anzutreten. Auch der ex Tschechische Motocross Meister Dusan Hrdlischka reihte sich wieder neben weiteren ca. 30 starken Fahrern aus 4 Nationen in die Starterliste.

Die sehr flüssige, ca. 1200m lange Strecke glühte förmlich unter der sengenden Balkansonne. 40°C Luft und 50°C Asphalttemperatur verlangten den Fahrern und der Technik restlos alles ab. Motorschäden, überfordertes Reifenmaterial und Krampfattacken wo man im Fahrerlager hinblickte. Selbst die exzellente Dunlop TT92 GP Bereifung, für die Benedikt sich entschied, zeigte Auflösungserscheinungen. 5-6 Liter Flüssigkeit am Tag und Magnesium in 500ter Dosierung half den Fahrern die sich der Hitze stellten über die Runden. Insbesondere Doppelstarter wie Benedikt brauchten in dieser Hölle vorzügliche Betreuung ...


Klasse 150cc Racing:

In der in Hubraum und Technik limitierten 150cc Racing Klasse konnte Benedikt alle gezeiteten Durchläufe und beide Rennen mühelos für sich entscheiden und weitere 50 Punkte auf sein Meisterschaftskonto verbuchen. Damit führt Benedikt die Punktetabelle nun, zur Halbzeit des Cups, mit einem satten Vorsprung von 22 Punkten an.

Schrecken im zweiten Lauf: Hektik brach im Team aus, als Bene nach halber Renndistanz, bei der Vorbeifahrt an der Helferzone, auf sein Bike zeigte und fortan die Geschwindigkeit drosselte. Ein verlorener Motortragbolzen löste starke Vibrationen am Bike aus und verunsicherte ihn, sodass er seinen Vorsprung über die verbleibenden Runden aufteilte und bikeschonend den Sieg ins Ziel rettete. Echte Profiallüren! 10 Minuten blieben dem Team, um dem Doppelstarter sein Bike zum direkt folgenden Lauf der GP Open Klasse wieder fit zu machen. Unter Mithilfe des Rennkollegen Roman Benedikt vom Team KMA Racing Austria und herbeigezauberten Teilen der Wiener Monkeyking Rennschmiede konnte das, gerade noch in letzter Sekunde gelingen. Vielen Dank aus Berlin nach Österreich für die motorradrennsporttypische Hilfe!


Klasse GP Open

Hier herrschen keine Limits! Lediglich die Bauart des Motors und die Radgröße ist vorgeschrieben. Entsprechend hochgezüchtet und teuer sind die Bikes in dieser Klasse. Leistungsmäßig kann Benedikt hier auf den starken „Hotshot“ Motor seines Sponsors Dirk Blohm zählen, auch faherisch zeigte Bene sich auf Toplevel, doch wie schon in Pisek, verlor er auch in der Slowakei wieder im Offroad, aufgrund seines eher einfachen Fahrwerkmaterials, gut eine Sekunde an Zeit auf den Schnellsten. Die Pace machte der Italienische Vollprofi Alceste Pallotta, der die Wellen und den Knick an der Ausfahrt Offroad quasi „Flatout“ - also mit Vollgas - nahm und damit auf die folgende Zielgerade eine höhere Eingangsgeschwindigkeit mitnehmen konnte. Dusan, der Bene in Pisek bezwungen hatte, litt unter technischen und physischen Problemen. Sein Daytona Motor ließ seinem Team und Ihm an diesem Wochende keine Zeit zur Erholung. Auch am Renntag fand er nicht den Rhythmus der mehr als den 3. Startplatz eingebracht hätte. Bene bezog Position 2, direkt hinter dem Maestro aus Italia.

Während beider beider Läufe kontrollierte Alceste vom Start an das Rennen und baute seinen Vorsprung auf den ihm folgenden 10-jährigen Deutschen, Runde um Runde um gut eine Sekunde aus. Der österreicher Gerald „Jessi“ Aichinger und Dusan fighteten verbissen um Platz 3. Der Tscheche erwehrte sich den Angriffen jedoch erfolgreich - wenn auch nicht immer fahrerisch Souverän...

Benedikt sammelte, wie schon in Pisek, 44 Punkte in den beiden Läfen für zwei zweite Plätze und rückte somit in der Tabelle bis auf zwei Punkte an den werksunterstützten, tschechischen Pitpro Fahrer Hrdlischka heran.

Zur Halbzeit des Pitbike Supermoto Euro Cup kann Benedikt auf einen soliden Punktestand bilcken. Weiter geht es in dieser Rennserie im August am Pannoniaring in Ungarn. Der Veranstalter des Cups, Hans Eichinger, hat auch dieses Mal wieder ein gutes Händchen bei der Streckenwahl und professionelle Organisation gezeigt. Benedikt freut sich bereits auf Runde 3.

Ergebnisse gibt es hier Online: http://www.ks-eichinger.at/1864.0.html

Hinweis:
Texte sind frei von Rechten Dritter und stehen zur Weiterverwendung frei. (Verfasser: Tom Wiggenhauser)
Fotos: TX-Racing.com / Bearbeitung von jah fish (Bildmaterial kann frei verwendet werden, hochauflösende originalaufnahmen auf Anfrage erhältlich).


 


     

     

     

     

     

     

     

 

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